I’m Not Who You Think I’m Not #17: I’m Not Who You Think I’m Not meets Speisekino

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Sign and More Sign

Shirley Bruno, Tezen, 2016, Filmstill

Tickets

ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik
Siemensstraße 27
10551 Berlin

I’m Not Who You Think I’m Not #17: I’m Not Who You Think I’m Not meets Speisekino
Essen und Filmvorführung, Untertitel auf Englisch
12 €

Wir bitten um Reservierung bis Donnerstag, 19.7.2018, 16 Uhr unter speisekino@berlinbiennale.de oder Vorab-Onlineticketkauf.

Sign and More Sign
Gastgeber: Jason Fitzroy Jeffers

Die Bewohner*innen der karibischen Region leben an einem Schnittpunkt von Weltgeschichte und -kultur: Hier werden die Überbleibsel der Kolonialreiche mit allen anschließenden Versprechen und Bürden einer alchemistischen Verwandlung unterzogen. Aus diesem Grund ist diese Region mehr als ein Ort, sie ist ein Prozess – eine Umordnung der traumatischen Sagen und Hinterlassenschaften der alten Welt vor ihr und ein Fahrplan zu all dem, was am Ende der aus ihr hervorgegangenen neuen Welt liegen wird.

Das Programm Sign and More Sign wurde von Jason Fitzroy Jeffers zusammengestellt, dem Mitbegründer und Direktor des Third Horizon Film Festival. Es ist benannt nach dem Dancehall-Klassiker Lots of Sign (1985) von Tenor Saw und präsentiert Arbeiten von aufstrebenden karibischen Filmemacher*innen. Sie stellen die Verbindungen zwischen den Geschichten und Seelen her, die in dem Schwellenraum leben – jenseits von jenen exotisierenden Paradiesvorstellungen, die ihn sowohl verkauft als auch verkannt haben.

Jonathan David Kane
Papa Machete, 2014
USA/Haiti, 11 Minuten
Papa Machete gibt einen Einblick in das Leben des Alfred Avril, eines alternden Mannes, der als Selbstversorger in den Hügeln von Jacmel auf Haiti lebt. Avril ist nicht nur Farmer, er ist auch Meister im Tire Machèt, der haitianischen Machete-Fechtkunst. Er lehrt die praktischen und spirituellen Werte der Machete – die gleichzeitig eine Waffe und ein lebenswichtiges landwirtschaftliches Werkzeug ist – und baut damit eine Brücke zwischen der Tradition und Geschichte des Landes und seiner schwierigen Gegenwart.

Nile Saulter
Fever Dream, 2017
Jamaica, 15 Minuten
Ein einsamer Altmetallsammler muss nach einer Katastrophe zurückfinden auf den Weg der Hoffnung. Dabei wird er geplagt von Träumen von einem schönen Leben, das er einst führte oder das erst noch kommen wird.

Cristian Carretero
Yolanda, 2013
Puerto Rico/Dominikanische Republik, 14 Minuten
Eine alleinerziehende Mutter kämpft, um ihre Kinder in einem Vorort von Santo Domingo durchzubringen. Eines Tages ist sie es endgültig leid, sich zu verkaufen, und sie beschließt, alles zu riskieren und an Bord eines überfüllten hölzernen Segelboots – einer „Yola“ – nach Puerto Rico einzuwandern.

Vashti Harrison
Field Notes, 2014
Trinidad und Tobago, 18 Minuten
Field Notes ist ein experimenteller Dokumentarfilm über die Geisterwesen, die eine wichtige Rolle in der Kultur von Trinidad und Tobago spielen. Der Film ist wie ein visueller und akustischer Guide zur Bestimmung der überall auf den Inseln anzutreffenden „Soucouyants“, „Lagahoos“ und „Jumbies“ aufgebaut.

Melanie Grant
The Book of Jasmine, 2017
Barbados, 14 Minuten
Jasmine ist eine junge Frau, die sich als Spiritual Baptist zwischen ihrem Glauben und ihrer Sexualität entscheiden muss. Als sie ein Trauerritual praktiziert, um Rat zu finden und um ihr Verlangen nach der Frau, die sie liebt, zu unterdrücken, begibt sie sich auf eine spirituelle Reise, auf der sie die Antwort findet, nach der sie gesucht hat.

Shirley Bruno
Tezen, 2016
Haiti/Frankreich, 21 Minuten
Eine ungeduldige Tochter begegnet einem Fisch-Geist, der ihr reines Wasser schenkt. Ihre Familie verschlingt das köstliche Wasser, um sich dann misstrauisch zu fragen, woher der Geschmack dieses Wassers wohl stammt.

Das regelmäßig stattfindende Format Speisekino des ZK/U – Zentrum für Kunst und Urbanistik bringt Film und Essen zu einem jeweiligen Thema zusammen. Manchmal ist die Beziehung offensichtlich – wenn zum Beispiel Essen aus einer Region, in der ein Film spielt, serviert wird. Manchmal ist die Verbindung subtiler, und der Film wird beispielsweise von einem Essen begleitet, das auch im Drehbuch vorkommt. Während ihrer Laufzeit kooperiert die 10. Berlin Biennale mit dem ZK/U: Im Rahmen von I’m Not Who You Think I’m Not meets Speisekino sind verschiedene Gastgeber*innen eingeladen, Essen und Filme im Zusammenhang mit Themen der 10. Berlin Biennale auszusuchen und zu präsentieren.